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ZTE und Huawei sind für die USA gefährlich

Geschrieben am 08.10.2012, 12:41 Uhr von

Huawei-Party ohne Gäste

Die USA traut den chinesischen Telekommunikationsunternehmen ZTE und Huawei nicht. Das sagt ein Bericht des Geheimdienst-Komitees des US-Repräsentantenhauses aus. US-Abgeordnete befürchten, dass beide Unternehmen unter dem Einfluss der chinesischen Regierung stehen. Möglich wäre sogar Wirtschaftsspionage.

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Mehrere US-Medien zitieren einen bisher noch nicht veröffentlichten Bericht des Geheimdienst-Komitees. Dieser basiert auf einer elfmonatigen Untersuchung der chinesischen Unternehmen ZTE und Huawei. Beide stellen Router und Smartphones her – bieten außerdem auch Dienste im Telekommunikationsbereich an. Wie es im Bericht heißt sollen sich Unternehmen, die sich Gedanken über Sicherheit und Datenschutz machen, genau überlegen, ob sie auf Produkte der chinesischen Unternehmen setzen. Stattdessen wird empfohlen andere Anbieter zu wählen – so der Vorsitzende des Komitess Mike Rogers.

Schlussendlich kommt das Komitee zum Schluss, dass ZTE und Huawei unter dem Einfluss ausländischer Staaten steht. Daher sind diese eine Sicherheitsgefahr für die USA. Es ist sogar die Rede von Berichten, die belegen, dass Huawei Einwanderungsregelungen verletzt und bestochen habe. Huawai-Dokumente sollen beweisen, dass eine enge Zusammenarbeit mit dem chinesischen Militär stattfand. Beide, ZTE und Huawei, wiesen die Vorwürfe zurück durch die chinesische Regierung kontrolliert zu werden. So versicherte etwa Huawei-Vizechef William Plummer die Integrität und Unabhängigkeit des Unternehmens weltweit.

Keine Fusionen an denen ZTE und Huawei beteiligt sind

Fusionen oder Übernahmen an denen beide chinesische Unternehmen beteiligt sind, sollen laut dem Bericht des US-Repräsentantenhauses nicht mehr bewilligt werden. Außerdem soll die US-Regierung keine Produkte der Unternehmen verwenden. Bei den Netzwerkausrüstern ist Huawei nach Ericsson der Größte. ZTE liegt hier auf Platz 5. Bislang sind beide Unternehmen eher gering in den USA vertreten. Huawei erzielt etwa vier Prozent des Umsatzes in den USA, ZTE etwa drei Prozent. Jedoch haben beide chinesischen Unternehmen versucht in den letzten Monaten stark in den westlichen Markt vorzudringen.

Sicherheitslücken bei Huawei-Routern

Bereits in der Vergangenheit gab es Bedenken bezüglich der Sicherheit von Huawei-Routern. Sicherheitsexperten decken Ende Juli Sicherheitslücken bei den Routern der Serien AR18 und AR29 auf. Diese machten beide Gerächte leicht angreifbar. Genau diese Serien sind für kleine und mittlere Unternehmen gedacht. Auf einen konkreten Beweis für die Anschuldigungen warten Medien bislang.

Huawei-Party ohne Gäste

Huawei-Party ohne Gäste (Flickr.com / Harsh Agrawal)

[Bildquelle: Flickr.com / Harsh Agrawal, CC BY 2.0]

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Maria Tuchajew

Redakteurin
Maria ist aktuell unsere einzige RedakteurIN. Sie interessiert sich um Internet via Funk und Satelliten-Internet. Ihr Fachgebiet sind also die typischen DSL-Alternativen, wenn DSL oder Kabel-Internet nicht möglich sind.
tag_blue Schlagwörter: China, Huawei, Router, Sicherheit, USA, ZTE
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