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Union und SPD wollen Breitband-Ausbau mit Milliarden fördern

Geschrieben am 04.11.2013, 11:10 Uhr von

Breitband-Ausbau

SPD und Union wollen mit öffentlichen Milliarden-Hilfen in Internetverbindungen investieren. Das Problem: Auf dem Land ist das Internet lahm, in der Stadt schnell. Dabei ist das Internet seit Jahren im Alltag der Deutschen sehr wichtig. Die Frage nach der Schnelligkeit ist immer wichtiger.

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Sowohl SPD als auch Union streiben den Ausbau der Internetverbindungen an. Geeinigt hat sich die Koalitionsgruppe Wirtschaft auf einen ehrgeizigen Ausbau auf dem Land. Vom Bund gibt es hierfür jährlich eine Milliarde Euro mehr.

Bis 2014 sollen 75 Prozent der Haushalte VDSL haben

Den Wirtschaftspolitikern nach soll die große Koalition bestehend aus Union und SPD dafür sorgen, dass bis 2014 mindestens 75 Prozent aller Haushalte mit mindestens 50 Mbit/s surfen können. Bis Ende 2018 soll das Breitbandinternet mit midnestens VDSL flächendeckend verfügbar sein. Wichtig ist den Wirtschatspolitikern, dass es keine Spaltung zwischen Land und Stadt gibt. Laut Bundesnetzagentur (Meldung vom Februar 2013) sollen in Deutschland 50% aller Haushalte einen solchen Anschluss haben. Einen Internetzugang mit mindestens einem Megabit pro Sekunde sollten Ende 2012 fast alle Haushalte haben. Alle unterversorgten Gebiete erhielten in 2012 mindestens LTE.

Wer sich den LTE-Atlas anschaut, stellt schnell fest, wo die unterversorgten Gebiete sind. Nach wie vor gibt es im ländlichen Raum viele Regionen ohne eine Signalstärke von über 50 Megabit/s.

Bürgerfonds für schnelles Internet

Die vereinfachte EU-Förderung, private Investitionen und die massive Aufstockung der Bundesförderung sind noch nicht alles. Es soll zudem ein neues Sonderfinanzierungsprogramm „Premiumförderung Netzausbau“ bei der KfW (staatliche Förderbank) geben. Das ist noch nicht alles. Ein sogenannter „Breitband-Bürgerfonds“ ermöglicht es Privatpersonen mit einer Geldanlage und entsprechenden Renditen den Ausbau zu unterstützen.

SPD und Union für Netzneutralität

Sowohl SPD als auch Union haben sich zur Netzneutralität bekannt. Für Telekommunikationsanbieter wie die Deutsche Telekom bedeutet dies, dass sie zu unterschiedlichen Preisen keine unterschiedlichen Verbindungsstandards einführen dürfen. Damit die Netzneutralität gewahrt bleibt, soll die Bundesnetzagentur neue Kompetenzen erhalten. Im Telekommunikations-Gesetz soll das geregelt und definiert werden. Das Gesetz soll zu einem Art „Internet-Gesetzbuch“ ausgeweitet werden, um Fragen zur Internetsicherheit und dem Verbraucherschutz zu beantworten.

Bild: #45955941 © Sashkin – Fotolia.com

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Uwe Bebeck

Redakteur
Uwe berichtet als Redakteur auf DSL-Stadt.de über neue DSL-Trends. Er hat DSL zu Hause bereits seitdem es DSL Light gibt. Heute hat er einen schnellen VDSL-Anschluss (50 Mbit/s) der Telekom. Er setzt sich für den bundesweiten DSL-Ausbau ein.
tag_blue Schlagwörter: Breitbandausbau, DSL, Invest, LTE, SPD, Union
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