Funk-Internet

Telekom und Fon bauen Deutschlands größtes WLAN-Netz auf

Geschrieben am 06.03.2013, 10:03 Uhr von

Niek Jan van Damme - Telekom Deutschland

Die Telekom woll in Deutschland durch die Nutzung privater Festnetzanschlüsse die Anzahl an WLAN-Zugängen drastisch erhöhen. Möglich werden soll dies durch eine Kooperation mit dem Startup „Fon“. Das spanische Unternehmen will eine einfache Möglichkeit schaffen WLAN-Netze untereinander zu teilen.

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Derzeit betreibt die Telekom rund 12.000 Hotspots in Deutschland. Fon hat derzeit weniger als 6.000 Nutzer. Durch die Zusammenarbeit mit Fon soll die Anzahl für Telekom-Kunden bis 2016 auf 2,5 Millionen WLAN-Hotspots erweitert werden. Das hat der Telekom-Check Niek Jan van Damme auf der Cebit in Hannover angekündigt. Dafür müsse die Telekom aber möglichst viele Kunden für das Angebot „Wlan to go“ gewinnen lassen. Ermöglicht werden sollen die Millionen Hotspots dadurch, dass Kunden einen Router von der Telekom liefern lassen, der Fon-kompatibel ist. Auch müssen sie sich damit einverstanden erklären ihren Internetanschluss mit anderen Telekom-/Fon-Kunden zu teilen.

Zwei WLAN-Netze beim Fon-Router

Das Prinzip ist denkbar einfach: Router von Fon haben zwei WLAN-Netze. Ein Netz ist für den Datenverkehr des Anschlusseigentümers. Das zweite WLAN-Netz ist für Nutzer, die den Hotspot als Gast nutzen. Dadurch sind Daten des Hotspotbetreibes sicher. Auch hat sein Datenverkehr immer Vorrang, so dass die Surfgeschwindigkeit nicht negativ beeinflusst wird, wenn viele andere Nutzer das WLAN nutzen. Sicherheitstechnisch in Bezug auf Haftung muss sich keiner sorgen machen: laut Telekom sollen nur authentifizierte Nutzer das Angebot nutzen können. Für illegale Aktivitäten muss der Hotspot-Betreiber also nicht haften.

Nachfrage ist groß

Wer mitmacht und sein WLAN-Netz teilt, kann dafür die WLAN-Netze anderer Teilnehmer deutschlandweit nutzen. Weltweit hat Fon bereits über 8 Millionen solcher Hotspots. Die Nachfrage scheint groß: Während 2010 Internet-Hotspots der Telekom 600 Millionen Minuten genutzt wurden, waren es 2012 bereits 2,1 Milliarden Minuten.

Bisher mussten Router von Fon dafür verwendet werden. Ab Juni will die Telekom derartige Fon-fähige Router anbieten. Das Potenzial ist groß. Denn die Telekom hat derzeit zwölf Millionen Breitbandkunden. Jährlich werden nach Angaben der Telekom fast zwei Millionen Geräte ausgetauscht. Nun hofft der Konzern, dass möglichst viele auf das Angebot „WLAN to go“ umsteigen.

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Konstantin Matern

Geschäftsführung & Leitung
Konstantin machte bereits 2003 bis 2007 seine Ausbildung bei der Deutschen Telekom AG. Heute betreibt er verschiedene Portale im Bereich der Telekommunikation. Auf DSL-Stadt.de schreibt er über verschiedene Themen und setzt sich für den Breitbandausbau (auch auf dem Land) ein.
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