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T-Systems baut Deutschlands größtes Rechenzentrum in Sachsen-Anhalt

Geschrieben am 23.10.2012, 13:15 Uhr von

Rechenzentrum für TelekomCloud

In den nächsten Tagen beginnt die Telekom mit dem Bau des größten Rechenzentrums in Deutschland. Der erste Spatenstich soll bereits morgen im Ort Biere in der Nähe von Magdeburg erfolgen. Gestartet wurde das Projekt vom Telekommunikationsanbieter wegen des Wachstums bei Cloud-Diensten.

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Eine Summe im niedrigen dreistelligen Bereich soll für den Bau des Rechenzentrums investiert werden. Theoretisch hätte laut Ferri Abolhassan (T-Systems Geschäftsführer) das Rechenzentrum auch in Kanada oder Norwegen errichtet werden können. Die Wahl fiel nach einer weltweiten Ausschreibung dennoch auf den Ort Biere bei Magdeburg. Der sachsen-anhaltinische Standort sei wirtschaftlich gesehen sehr gut. Mit in die Entscheidung eingeflossen sind mögliche Fördermittel und Personalkosten. Wie hoch tatsächlich die staatliche Förderung ausfällt ist allerdings unklar.

Riesige Fläche für Server-Technik

Einen großen Teil der Kosten macht die Technik aus. Sie soll auf einer Fläche in der Größe von acht Fußballfeldern Platz finden (30.000 Quadratmeter). Vier mal so groß ist das Gelände des Rechenzentrums. Dies mietet die Telekom extra an und beschäftigt 100 neue Mitarbeiter.

Im Serverpark wird die Telekom ab 2014 Daten von Großunternehmern verwalten. Beim Cloud Computing befinden sich Dateien nicht mehr verteilt auf verschiedenen Rechnern oder Servern, sondern sind in einer Datenwolke im Internet von überall erreichbar. Die Daten befindet sich auf Server in der Welt und können jederzeit abgerufen, verändert oder gelöscht werden.

„Cloud Computing“-Umsatz soll sich in Deutschland verdreifachen

Nach einer Studie des IT-Branchenverbandes Bitkom nutzt bereits jetzt jedes vierte Unternehmen in Deutschland Cloud-Services. Der Umsatz soll sich von fünf Milliarden Euro in 2012 auf stolze 17 Milliarden Euro in 2016 mehr als verdreifachen. Die Telekom schätzt bis 2015 mit dem Großkundengeschäft im Cloud Computing zwei Milliarden Euro zu erlösen. Bereits jetzt hat die Telekom weltweit 22 Rechenzentren für Cloud-Dienste. Um die Sicherheit der Daten zu gewährleisten gibt es zu jeden Rechenzentrum in einem weiteren Standort parallel ein weiteres Rechenzentrum. Für das in Biere existiert bereits eins im 20 km entfernten Magdeburg, welches weiter ausgebaut wird. Die Verbindung zwischen beiden Rechenzentren erfolgt über mehrere Glasfaserleitungen.

Rechenzentrum für TelekomCloud

Rechenzentrum für TelekomCloud (Bild: Telekom)

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Konstantin Matern

Geschäftsführung & Leitung
Konstantin machte bereits 2003 bis 2007 seine Ausbildung bei der Deutschen Telekom AG. Heute betreibt er verschiedene Portale im Bereich der Telekommunikation. Auf DSL-Stadt.de schreibt er über verschiedene Themen und setzt sich für den Breitbandausbau (auch auf dem Land) ein.
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