Satelliten-Internet

Satelliten-Internet: günstiger und demnächst als Prepaid-Tarif

Geschrieben am 26.07.2012, 00:05 Uhr von

Satellit Internet

Satelliten-Internet ist bislang etwas außergewöhnlich: die Technik ist teuer und kompliziert. Hoffnung für ländliche Regionen gibt es zukünftig dennoch. Neue Tarife und Satelliten könnten die Sat-Tarife interessant machen. Wenn für DSL-Provider ein Ausbau sich finanziell nicht lohnt, Funkmasten für mobiles Internet nicht aufgestellt werden und es sonst keine Möglichkeiten für schnelle Datentransfers gibt, ist Satelliten-Internet die letzte Wahl. Auf dem Land müssen sich Nutzer per ISDN oder über ein analoges Modem einwählen.

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Hoffnung macht vor allem Avanti Communications. Das britische Unternehmen will in Zukunft günstiges Internet per Satellit anbieten. Schon 2010 wurde ein Erdtrabant (HYLAS-1) in die Erdlaufbahn geschossen. Der Zweite (HYLAS-2) folgt im August diesen Jahres. Beide sollen fast ganz Europa, Südafrika bis hin zum Nahen Osten mit Satelliten-Internet versorgen. Von den Internet-Speeds sind zu Beginn bis zu 10 Mbit/s möglich. Später sollen sogar technisch gesehen noch höherer Downloadraten möglich sein. 4 Mbit/s

Satelliten-Internet als Prepaid-Tarif

Tipps: Weitere Informationen aus unseren FAQ:

Während bisherige Satelliten-Internetanbieter einen gewöhnlichen Vertrag über ein oder zwei Jahre anbieten, möchte Avanti Communications einen anderen Weg gehen. Sie werden Prepaid-Tarife anbieten. Kunden sollen sich Datenpakete mit beispielsweise 2 GB Volumen kaufen können. Im gesamten abgedeckten Gebiet sollen diese dann aufgebraucht werden können. Die Kosten für die Pakete sollen vergleichsweise günstig sein.

Praktisch werden die Prepaid-Tarife vor allem für Menschen mit Zweitsitz. Aber auch im Urlaub könnten die Satelliten-Prepaid-Tarife positiv ankommen. Da die Technik immer günstiger wird und unkomplizierter in der Nutzung wird, könnte sich das Satelliten-Internet verbreiten. Früher musste für den Upload-Kanal die Telefonleitung herhalten. Ein Techniker oder der Kunde musste dies einrichten. Heute arbeitet die Technologie mit Zweiwege-Antennen, die für Upload und Download zuständig sind. Kunden müssen lediglich Router und eine Satellitenschüssel installieren (lassen).

Schwächen bei Sat-Technik nach wie vor vorhanden

Wirklich vergleichbar mit DSL ist Satelliten-Internet dennoch nicht. Die Latenz ist hoch, so dass Online-Games nicht sauber laufen. Die Schüssel muss, ähnlich wie beim Sat-TV, perfekt ausgerichtet sein. Schwächen gibt es vor allem bei hohen Nutzerzahlen. So sinkt die Datenrate mit zunehmenden Nutzern potenziell. Kanäle müssen sich, wie bei UMTS, die Nutzer teilen. Helfen kann da nur eins: Mehr Satelliten.

Zusätzlich steigen auch immer mehr Anbieter ins Geschäft ein. Neben den bei uns vorgestellten Anbietern SkyDSL und StarDSL gibt es auch SES Astra. SES Astra bietet bislang nur maximal „6 Mbit/s“ im Downstream an. Ab Herbst wird die Technik aufgestockt. Möglich werden dann 10 Megabit/s.

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Maria Tuchajew

Redakteurin
Maria ist aktuell unsere einzige RedakteurIN. Sie interessiert sich um Internet via Funk und Satelliten-Internet. Ihr Fachgebiet sind also die typischen DSL-Alternativen, wenn DSL oder Kabel-Internet nicht möglich sind.
Bisherige Reaktionen

also ich habe vor kruzem bei *WERBUNG* / Tooway einen 18000 DSL über Satellit Vertrag mit 26GB abgeschlossen . Funktioniert tadellos für 59,90 EURO. Also ich kann es nur empfehlen.


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