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O2 mit neuen All-In DSL-Tarifen und Drosselung

Geschrieben am 10.10.2013, 13:33 Uhr von

o2 DSL All-In Tarife

Anbieter Telefónica O2 hat neue Tarife für Festnetztelefonie und DSL vorgestellt. Neu ist eine Allnet-Flat, aber leider auch die Drosselung, die einige andere Anbieter zuvor ebenfalls eingeführt haben. Ab einem bestimmten Datenvolumen wird dann eine Drosselung des Internetanschlusses aktiv. Im Vergleich zur DSL-Drosselung bei der Telekom fallen die Grenzen für den Kunden deutlich günstiger aus.

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o2 DSL All-In S, M und L wird es bei Telefónica ab 17. Oktober 2013 geben. Dann ist es aber auch vorbei mit den echten DSL-Flatrate bei o2 vorbei. Erstmals führt das Unternehmen aber neben einer herkömmlichen Telefon-Flatrate auch eine Flatrate in alle deutschen Mobilfunknetze bekommt. o2-Kunden, die sich lange binden (24 Monate Vertragslaufzeit), erhalten zudem einen „Willkommensbonus“ in Höhe von 50 Euro bei o2. Alle drei o2-Tarife unterscheiden sich in 3 Punkten: 1.) Geschwindigkeit der Verbindung, 2.) monatliche Kosten und 3.) das Datenvolumen für die Flat.

Tarife für Gelegenheits- und Vielsurfer

Der kleinste Tarif o2 DSL All-In ist etwas für Gelegenheitsnutzer. Er kostet monatlich 24,99 Euro und enthält einen Internetanschluss mit 8.000 kbit/s. Ab 100 GByte Schluss ist selbst mit der niedrigen Transferrate Schluss. Dann wird auf 2.000 kbit/s gedrosselt. Wer 29,99 Euro im Monat übrig für einen DSL-Vertrag hat, kann zu All-In M greifen. Dieser ist der klassische 16.000er Tarif. Wenn es noch schneller sein muss, ist o2 DSL All-In L richtig, weil er VDSL-Geschwindigkeit mit 50.000 kbit/s enthält. Der Upload-Speed beträgt dann sogar 10.000 kbit/s (bei All-In M sind es 1.000 kbit/s in Upload-Richtung) Dann muss man aber auch schon 34,99 Euro pro Monat berappen.

Router-Zwang für o2 DSL-Tarife

o2 Box 6431 Router

o2 Box 6431: Nur der Router geht bei o2 (Bild: Telefónica)

Bei o2 ist man an einen Router (O2 Box 6431) gebunden. Nur der zur Verfügung gestellte Router darf verwendet werden. Leider bietet dieser einige der Zusatzfunktionen nicht: Etwa ac-WLAN, Gigabit-LAN oder den Anschluss einer externen Festplatte. Kunden, die die beliebte Fritzbox von AVM verwenden wollen, haben bei allen All-In-Tarifen keine Chance.

„Fair Use“-Drosselung ab 300 GByte

Beim Tarif O2 All-In S gibt es eine feste Drosselung, die ab 100 GByte in Kraft trifft. Anders sieht es bei den größeren Tarifen All-In M und L aus. Dabei gewährt o2 eine „Fair Flatrate“. Das heißt: Erst wenn der Nutzer drei Monate in Folge die Traffic-Grenze von 300 GByte überschreitet, drosselt O2 die Surfgeschwindigkeit und auch erst wenn im vierten Monat die 300 GByte überschritten werden. Dann surft der Kunde bis Monatsende nur noch mit 2.000 kbit/s. Wer ein Mal die Traffic-Grenze drei Monate lang überschritten hat, kann von O2 immer wieder mit der Drosselung bestraft werden, wenn 300 GByte überschritten werden. Kunden, die ein solches Flag nicht erhalten wollten, müssen dafür sorgen maximal 2 Monate in Folge 300 GByte Traffic zu erreichen.

Beispiel:

  • Januar: 350 GB
  • Februar: 600 GB
  • März: 200 GB
  • April: 600 GB
  • Mai: 400 GB
  • Juni: 240 GB

Wer dauert mehr Datenvolumen braucht, kann das bei O2 nachbuchen. Für einen Anstieg der Datengrenze von 300 auf 400 GByte fallen pro Monat 4,99 Euro an. Wer die echte „unlimitierte“ Flatrate haben will, kann ein Upgrade von 14,99 Euro pro Monat buchen. Nur dann bleibt die DSL-Flatrate, wie wir sie heute kennen, bestehen.

Fragen zur o2-Drosselung

Woher weiß ich, wie viel Datenvolumen ich im aktuellen Monat verbraucht habe?

O2 zeigt das verbrauchte Datenvolumen online auf o2online.de oder in einer App an. Kunden werden außerdem bei Überschreiten von 80 Prozent und ein Mal bei 100 Prozent des Inklusivvolumens benachrichtigt.

Wann wird die O2 DSL-Drosselung eingeführt?

In den Verträgen befindet sich die Drosselung bei allen All-In-Verträgen ab 17. Oktober bereits. So richtig anwenden wir O2 sie aber erst ab 1. Juli 2014. Versurftes Datenvolumen bis dahin geht nicht in die Berechnung ein. Ab dann sollten Kunden aber die „Fair Flatrate“ im Hinterkopf behalten.

Was passiert mit bestehenden O2 DSL-Verträgen?

Sie haben einen DSL-Vertrag bei o2? In dem Fall haben Sie Glück. Denn bestehende Verträge werden von der Drosselung nicht erfasst. Auch nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit plant o2 keine Umstellung.

Sind einige Dienste von der Berechnung des Traffics ausgenommen?

Nein! Im Gegensatz zur Telekom bevorzugt o2 keine eigenen Dienste und sorgt so für Netzneutralität. Deswegen ist die DSL-Drosselung bei der Telekom in der Kritik.

o2 All-In Tarifübersicht

o2 All-In Tarifübersicht

Weiterführende Informationen: www.o2online.de

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Konstantin Matern

Geschäftsführung & Leitung
Konstantin machte bereits 2003 bis 2007 seine Ausbildung bei der Deutschen Telekom AG. Heute betreibt er verschiedene Portale im Bereich der Telekommunikation. Auf DSL-Stadt.de schreibt er über verschiedene Themen und setzt sich für den Breitbandausbau (auch auf dem Land) ein.
tag_blue Schlagwörter: DSL, DSL-Drosselung, o2, Tarife
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