LTE-News

LTE in der Praxis: Messungen geben Aufschluss über Vodafone-, Telekom- und o2-LTE

Geschrieben am 09.08.2012, 10:21 Uhr von

LTE-Verfügbarkeit

Theoretisch ist der Mobilfunkstandard LTE sehr schnell. In der Praxis gibt es aber noch ordentlich Luft nach oben. Die möglichen 100 Mbit/s sind in der Praxis so gut wie nicht erreichbar. Im ländlichen Raum wird der Standard dennoch oft eingesetzt. In einer Studie des Portals „LTE-Anbieter.info“ wurde der DSL-Ersatz getestet. So ergaben die Testergebnisse, dass LTE nur in den teuersten Tarifen und je nach Standort die volle Geschwindigkeit erreicht. So gibt es bei LTE-Kunden teils erhebliche Schwankungen bei der tatsächlich erreichten Bandbreite.

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Die Ergebnisse basieren auf einem Speedtest mit etwa 210.000 Messungen bundesweit. Mit einem Klick können Nutzer ihren LTE-Anschluss testen. Die Messungen stammten aus insgesamt 2.300 unterschiedlichen Postleitzahlgebieten. Dabei unterschieden sich die Resultate teils erheblich. Entscheidend ist der Internetanbieter und die Auslastung am Wohnort. Denn alle Kunden teilen sich einen Funkmasten am Nutzungsort.

Kunden mit Vodafone-LTE erreichen gute Downloadraten

Interessant ist auch der Vergleich zwischen den drei LTE-Anbietern. So ergaben die Testergebnisse, dass Vodafone-Kunden am schnellsten Surfen. Ihre Downloadtransferrate lag durchschnittlich zwischen 1.300 und 8.030 kbit/s. Der allgemeine Durchschnitt aller Vodafone-Kunden liegt bei 4,1 Mbit/s, was etwas langsamer als DSL 6.000 ist. Die schnellste gemessene Leistung lag bei 18.120 kbit/s.

Im Testergebnis schnitt Vodafone sehr gut ab. Allerdings müssen Kunden auch den schnellsten und damit teuersten Tarif wählen. Maximal möglich sind 50.000 kbit/s, die je nach Standort bei Vodafone oft erreicht (oder sogar übertroffen) wurden.

Telekom-LTE: durchschnittlich 6,3 Mbit/s beim Download

Stärken zeigt die Telekom, wenn es um eine stabile Datenrate und niedrige Pingzeiten geht. Der Mittelwert der Pingzeiten erreicht bei Vodafone 70 Millisekunden und ist langsamer als bei der Telekom (61 Millisekunden). Kunden der Telekom haben auch eine höhere durchschnittliche Downloadtransferrate und nutzen meist den Tarif „Call&Surf via Funk“. Sie liegt bei stolzen 6.320 kbit/s (vergleiche mit Wert oben).

LTE-Upload im Vergleich

Wenn es um das Hochladen von Dateien geht, ist die Telekom ebenfalls besser aufgestellt. So erreichen Telekom-Kunden zwischen 413 und 1.310 kbit/s. Der Mittelwert liegt etwas unter dem Maximalwert. Bei Vodafone liegen die Transferraten in Uploadrichtung zwischen 440 und 1.950 kbit/s.

o2 hat sehr wenige LTE-Kunden

Vergleichsweise wenige o2-Kunden nutzen LTE. So machten Kunden mit o2-LTE nur 0,5 Prozent aller Messungen aus. Ein richtiger Vergleich mit der Telekom und Vodafone ist damit noch nicht sinnvoll.

[Bildquelle: aboutpixel.de / Laptop © Peter Kirchhoff]

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Timo Zudjak

Chefredakteur
Timo ist Chefredakteur auf DSL-Stadt. Er ist selbst auch Autor und schreibt hier über News zu LTE (Long Term Evolution) und immer wenn es etwas Neues im DSL-Bereich zu berichten gibt. Er ist der Ansprechpartner für alle anderen Redakteure aus dem Team.
tag_blue Schlagwörter: LTE, mobiles Internet, o2, Telekom, Vodafone
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