Kabel-Internet

Kabel Deutschland will keine Visualisierungen der Verfügbarkeit auf KDGMap

Geschrieben am 19.09.2012, 09:51 Uhr von

KDGMap - Beta-Relaunch am 30.09.2012?

Mit seinem Projekt kdgmap.de wollte Entwickler Florian Strankowski Dienste von Kabel Deutschland in Google Maps übersichtlich darstellen. Allerdings ist der Kabelnetzbetreiber scheinbar damit nicht einverstanden und hat ihm den Betrieb untersagt. Grafisch visualisiert sollte die Verfügbarkeit von Kabel-Internet und Kabel-Phone des Anbieters in einer Karte abgebildet werden.

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Auf Kabel Deutschland gibt es bislang nur ein einfaches Formular bei dem die Verfügbarkeit am eigenen Ort geprüft werden kann. Florian Strankowski wollte aber visualisiert auf Karten anzeigen wo es bereits Kabelanschlüsse mit Internet und Telefon gibt. Doch scheinbar hat Kabel Deutschland etwas dagegen. Er musste die Karte wieder offline nehmen und abwarten bis eine Stellungnahme zum Gebrauch der Daten von Kabel Deutschland vorliegt.

Realisiert hat Strankowski das Webprojekt KDGMap basierend auf der Google-Maps-Geocode-API. Dadurch sind Geokoordinaten zu Adressen verfügbar. Das Projekt nutzt dabei öffentliche Daten von Kabel Deutschland, um die Verfügbarkeit von Internet- und Telefonie-Paketen des Anbieters auf einer Karte abzubilden. Außerdem speichert das System durch eine sogenannte „KGD-Frequenz-Analyse“ die eigene Auslastung des eigenen Segments ab und stellt sie der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Florian S. hatte zuletzt auch einen Premium-Zugang geplant, der Fotos der Straßenzüge zeigt. Auch soll der Premium-Zugang weitere statistische Auswertungen ermöglichen. Geplant ist außerdem eine Integration weiterer deutscher TV-Kabelnetzbetreiber (Tele Columbus & UnityMedia) in der Karte.

In einem offenen Brief an Kabel Deutschland versucht Florian S. den Anbieter zu überzeugen. „Viele Stunden Arbeit wurden in dieses Projekt gesteckt.“ Kabel Deutschland erweist er zwar keinen Bärendienst, erleichtert Neukunden aber „eine Recherche nach einem möglichen (Neu)-Anschluss“. Den Mehrwert haben seiner Aussage nach auch mehrere Besucher im inoffiziellen Kabel Deutschland Forum bestätigt. Seinen eigenen Angaben nach verfolgt er mit dem Projekt keine Gewinnabsicht. Vielmehr sollen Besucher kostenlos Daten zur Verfügung gestellt bekommen. Vereinnahmte Spenden und Umsätze sollen zur Deckung der Betriebskosten genutzt werden.

Über Kabel Deutschland berichteten wir zuletzt wegen des Kabel-Internet-Ausbaus (100 Mbit/s) für 100.000 Haushalte.

(via Golem, Bild: Screenshot von KDGMap.de)

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Julian Mende

Redakteur
Julian ist unser Spezialist in Sachen Kabel-Internet. Er hat nicht nur die Tarife von Kabel Deutschland, Tele Columbus und Unitymedia im Blick, sondern berichtet auch, wenn ein Unternehmen den Glasfaserausbau vorantreibt.
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