Kabel-Internet

Heroldsbach surft mit 100 Mbit Kabel-Internet

Geschrieben am 08.10.2012, 12:12 Uhr von

Heroldsbach Internetausbau

100.000 Kilobit pro Sekunde schnell ist das Internet in Heroldsbach seit 1. Oktober. Es scheint wie ein Quantensprung für die Einwohner. Die Aufrüstung des Glasfasernetzes hat Kabel Deutschland übernommen. Rund 1.500 Haushalte kommen in den Genuss des schnellen Internets.

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Ein aufgerüstetes Glasfasernetz in Heroldsbach ermöglicht den Haushalten deutlich schnellere Datentranfserraten. Die Gemeinde selbst musste hierfür nichts weiter tun. Kabel Deutschland hatte zwischen Adelsdorf und Heroldsbach das eigene Kabelnetz modernisiert. Baggerarbeiten waren dafür nicht notwendig. Stattdessen wurde die Technik erneuert. So wurden etwa die Verteilerkästen am Straßenrand modernisiert.

Kunden surfen über das TV-Kabel. Bis zu 100 Mbit/s sind dadurch möglich. Bürgermeister Büttner scheint besonders erfreut. Weniger interessant sind für ihn die technischen Details. Das schnelle Internet ist für ihn wichtiger als eine normale Autobahn. Mit einem Durchschnittsalter von 38,6 Jahren ist die Gemeinde eine der jüngsten Kommunen in Bayern. Für die jungen Einwohner ist der gute Zugang zum Internet besonders wichtig.

Nur „LTE“ für Oesdorf und Wimmelbach

Enttäuschend ist der Netzausbau für Heroldsbacher Ortsteil Oesdorf (und Wimmelbach in der Gemeinde Hause). Sie kommen nicht in den Genuss des schnellen Internets. Als Alternative steht dort ein LTE-Mast, den sich rund 1.000 Einwohner teilen müssen. Der Nachfolger von UMTS hat auch dessen Nachteile. Bei zunehmender Anzahl an gleichzeitigen Nutzern an einer Funkzelle sinkt die Transferrate erheblich. Dabei sind theoretisch zumindest 100 Mbit/s möglich.

Dennoch ist LTE-Internet für viele Dörfer wertvoll. Vodafone baut etwa in Ebermannstadt, in Eschlipp und Neuses-Poxstall Ortsteile aus. Nach der Umrüstung der Funkmasten sind maximal 3 Mbit/s möglich – zumindest ein kleiner Ersatz für DSL-Anschlüsse, die es heute auf 6 (ADSL) bis 50 Mbit/s (VDSL) bringen.

Problematisch ist die Breitbandanbindung auch in Oberfranken. Für den Ausbau des Internets im Oberland müsste die Stadt (Moggast) 500.000 Euro zahlen. Die andere Hälfte der Kosten würde das Land Bayern übernehmen. Ab Ende 2012 sollen besonders Gemeinden unterstützt werden, die Gewerbetreibende mit schnellem Internet versorgen wollen. Hierfür müssen sich natürlich genug Interessenten finden.

Heroldsbach Internetausbau

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Konstantin Matern

Geschäftsführung & Leitung
Konstantin machte bereits 2003 bis 2007 seine Ausbildung bei der Deutschen Telekom AG. Heute betreibt er verschiedene Portale im Bereich der Telekommunikation. Auf DSL-Stadt.de schreibt er über verschiedene Themen und setzt sich für den Breitbandausbau (auch auf dem Land) ein.
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