Glasfaser-Internet

Glasfaserleitungen sollen Schwalmtal 100 Mbit/s-Internet bringen

Geschrieben am 29.11.2012, 11:20 Uhr von

Schwalmtal im Winter

Es gibt Hoffnungen für Schwalmtal schnelles Internet zu bekommen. Bislang sind alle Versuche gescheitert den Breitband-Ausbau zu finanzieren. Die Anbindung von Lüttelforst durch die Telekom per Kabel würde die Gemeinde eine Summe im sechsstelligen Betrag kosten. Für die vergleichsweise wenigen Anschlüsse würde sich eine Anbindung nicht rechnen. Hoffnung schafft die „Deutsche Glasfaser“ aufkommen.

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Die Deutsche Glasfaser ist ein Unternehmen, welches vor allem in den Niederlanden aktiv ist. Dort wurden bereits zahlreiche Glasfasernetze aufgebaut. Sie gehört zur Reggeborgh-Gruppe, die in den Niederlanden das größte Netzbetreiberunternehmen ist. So startet in Heinsberg ein Projekt, welches dank aufgebautem FTTH-Netz den Einwohnern 100 MBit/s in beide Richtungen (Down- und Upstream) bringt (siehe dazu auf deutsche-glasfaser-hs.de).

Marco Westenberg von der Deutschen Glasfaser stellte die Pläne nun vor, wie auf rp-online.de zu lesen ist. Per Luftdruck werden Glasfaserleitungen direkt zum Haus geschossen. Tiefbauarbeiten an den Häusern sollen nicht notwendig sein. Sobald dies abgeschlossen ist, mieten Internet-Anbieter von der Deutschen Glasfaser das bestehende Glasfasernetz, um Endverbrauchern schnelles Internet anzubieten. In Schwalmtal wird dies allem Anschein nach die Niederrhein Energie und Wasser (NEW) sein. Sie mietet auch in Heinsberg bereits das Netz an.

40 Prozent der Schwalmtaler müssen interessiert sein

Bevor aber erste Kabelarbeiten gemacht werden, müssen genug Interessenten gefunden werden. Laut Deutsche Glasfaser müssen dies mindestens 40 Prozent der Einwohner und Unternehmen sein. In Außenbezirken nennt Weißenberg sogar 60 bis 70 Prozent. Damit sich der Anschluss überhaupt lohnt, werden nur Bezirke angebunden in denen mindestens 500 Wohnungen liegen. Für die Deutsche Glasfaser ist die Anbindung teuer: Ein Anschluss kann bis zu 3000 Euro kosten.

Vom ersten Ausbau seien vor allem folgende Orte interessant:

Amern, Eschenrath, Ungerath, Waldnieler Heide und Waldniel

Anschließend sollen von den oben genannten Orten die folgende Gebiete an das schnelle Internet angebunden werden:

Dilkrath, Felderseite, Fischeln, Heidend, Hehler, Lüttelforst, Renneperstraße, Rüsgen, Schier und Vogelsrath

In den nächsten drei Monaten werden die Deutsche Glasfaser zusammen mit den Providern die Bevölkerung informieren und um Verträge abzuschließen. Wenn tatsächlich genügend Interessenten gefunden werden, wird die Kabelverlegung schon bald beginnen.

(Quelle: rp-online)

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Konstantin Matern

Geschäftsführung & Leitung
Konstantin machte bereits 2003 bis 2007 seine Ausbildung bei der Deutschen Telekom AG. Heute betreibt er verschiedene Portale im Bereich der Telekommunikation. Auf DSL-Stadt.de schreibt er über verschiedene Themen und setzt sich für den Breitbandausbau (auch auf dem Land) ein.
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