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Ende der Flatrates? – Telekom plant DSL-Drosselung ab 75 GByte

Geschrieben am 25.03.2013, 09:42 Uhr von

Telekom Glasfaseranschluss Bei der Telekom denkt man über eine DSL-Drosselung nach. Treffen würde diese vor allem Menschen, die über ihren Internetanschluss digitales Fernsehen nutzen. Aber auch Power-Nutzer wurden von der Drosselung, die wir sonst aus dem Mobilfunkbereich kennen, Nachteile haben.

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Die ganzen Gerüchte kommen von Blog „fanboys.fm“. Der Betreiber soll angeblich eine anonyme E-Mail erhalten haben aus der hervorgeht, dass die Telekom bereits ab Mai 2013 neue Internettarife einführt. Sie sollen die Surfgeschwindigkeit beim Tarif „Call & Surf“ mit einer DSL-Drosselung ab 75 Gigabyte versehen. Entertain-Tarife mit Fiber (Glasfaser) sollen ab 400 GB gedrosselt werden.

Was das konkret heißt? Wer ab Mai den Traffic erreicht, dem stehen nicht mehr die vollen Surfgeschwindigkeiten aus dem Tarif zur Verfügung. Stattdessen wird man sich in Zeiten vom 56k-Modem wiederfinden – gedrosselt werden soll auf 384 kbit/s. Schon jetzt hat sich die Telekom eine Drosselung auf 100 GB verbrauchte Daten pro Monat (bei VDSL 25) vorenthalten. Bei VDSL50 gibt es eine Grenze ab 200 GB.

Folgende Traffic-Grenzen sollen laut Fanboys.fm ab 2. Mai gelten:

  • Call & Surf mit DSL: 75 GByte
  • Entertain mit 16 MBit/s: 75 GByte
  • Call & Surf mit VDSL: 200 GByte
  • Entertain mit VDSL: 200 GByte
  • Call & Surf mit Fiber 100: 300 GByte
  • Entertain mit Fiber 100: 300 GByte
  • Call & Surf mit Fiber 200: 400 GByte
  • Entertain mit Fiber 200: 400 GByte

Telekom nimmt Stellung zu Gerüchten

Die Telekom hat sich im eigenen Blog mittlerweile dazu geäußert. Tatsächlich soll es solche Überlegungen bereits geben. Vor allem am exponentiell wachsenden Datenvolumen soll dies liegen. Die Telekom sieht sich gezwungen Netze massiv auszubauen. Mehrere Milliarden werden dafür investiert. Problematisch wird dies verständlich, weil die Preise für DSL in den letzten Jahren immer weiter gesunken sind.

Derzeit soll es aber keine neuen Tarife geben und die Telekom will darüber informieren, wenn es soweit ist. Die Änderungen sollen übrigens nur für Neukunden gelten. Wer bereits einen Vertrag mit echter Flatrate hat, soll weiterhin ohne DSL-Drosselung im Internet surfen können. Neukunden, die mehr Traffic verursachen, sollen aber ähnlich wie bei Mobilfunk-Datentarifen gegen eine Zuzahlung eine höhere Volumengrenze bekommen.

DSL-Drosselung problematisch bei HD-Fernsehen

Laut Telekom soll die Downloadgrenze für die meisten Nutzer ausreichen. Lediglich Nutzer von Film-Diensten oder digitalem Fernsehen könnten schnell die Volumengrenze erreichen. Ein Film in HD-Qualität kann schnell fünf bis sechs Gigabyte groß sein. Wer nebenbei noch surft und Musik über das Internet hört, wird die 75 GB schnell erreichen. Für uns als Verbraucher heißt die Ankündigung der Telekom, dass auch andere Telekommunikationsanbieter der Telekom nachziehen. Auch sie könnten Datenobergrenzen einführen.

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Uwe Bebeck

Redakteur
Uwe berichtet als Redakteur auf DSL-Stadt.de über neue DSL-Trends. Er hat DSL zu Hause bereits seitdem es DSL Light gibt. Heute hat er einen schnellen VDSL-Anschluss (50 Mbit/s) der Telekom. Er setzt sich für den bundesweiten DSL-Ausbau ein.
tag_blue Schlagwörter: Drosselung, DSL, Flatrate, Telekom
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