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Bundesnetzagentur bremst LTE-Netzausbau aus

Geschrieben am 17.09.2012, 13:06 Uhr von

LTE-Verfügbarkeit

Zu langsam schreitet der LTE-Ausbau in Deutschland voran. Mobilfunkanbieter schlagen Alarm und kritisieren die Bundesnetzagentur. An ihr soll es liegen. Sie bearbeiten gestellte Ausbau-Anträge zu langsam. Dabei verfolgt die Bundesregierung eine klare Strategie beim Ausbau des 4G-Netzes.

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Neue Smartphones, wie das iPhone 5, können sehr hohe Downloadgeschwindigkeiten erreichen. Beim Ausbau des LTEs gibt es allerdings noch gewaltige Probleme. 10.000 Genehmigungen fehlen aktuell insgesamt. Daher haben sich Bundesnetzagentur und das Präsidium des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) zusammengesetzt.

22 Wochen bis zur Bearbeitung eines LTE-Antrags

Alleine Vodafone wartet aktuell auf mehr als 4.700 Genehmigungen. Es dauert teilweise 22 Wochen und mehr. Allerdings sollen laut gesetzlichen Bestimmungen nicht mehr als 6 Wochen zwischen Antragsstellung und Genehmigung vergehen. Die Technik der Mobilfunkunternehmen steht: Tausende LTE-Maste sind bereits aufgebaut, können aber nicht in Betrieb genommen werden, da die entsprechenden Genehmigungen fehlen. Selbst Großstädte sind vom teilweise schlechten LTE-Ausbau betroffen – etwa Berlin mit Netzabdeckung von nur 38 Prozent.

Für die Mobilfunkanbieter Telekom und Vodafone ist dies finanziell eine Schädigung. Sie haben mehrere Millionen in den Ausbau investiert. Dabei haben die Unternehmen dem Bund rund 4,4 Milliarden Euro für Frequenzen gezahlt. Das Geld wird bis heute nicht vollständig genutzt.

Personalmangel bei der Netzagentur

In 2013 rechnen die Telekommunikationsunternehmen mit einer Steigerung der Anträge. So sollen dann rund 30.000 Anträge vorliegen, die auf Genehmigung warten. Sie fordern daher die Politik auf die Bundesnetzagentur besser auszustatten. Bereits im August hatte die Netzagentur eingeräumt mit den Genehmigungen nicht hinterher zu kommen und führte dies auf Personalmangel zurück. Sie kündigte bereits eine Personalaufstockung an und will besonders wichtige Anträge vorrangig bearbeiten. Ob dies ausreicht?

[Bildquelle: aboutpixel.de / Laptop © Peter Kirchhoff]

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Uwe Bebeck

Redakteur
Uwe berichtet als Redakteur auf DSL-Stadt.de über neue DSL-Trends. Er hat DSL zu Hause bereits seitdem es DSL Light gibt. Heute hat er einen schnellen VDSL-Anschluss (50 Mbit/s) der Telekom. Er setzt sich für den bundesweiten DSL-Ausbau ein.
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