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Bund will Telekom bei Netzausbau-Investitionen unterstützen

Geschrieben am 18.12.2012, 17:37 Uhr von

Telekom-Zentrale

Einem Pressebericht nach prüft die Bundesregierung, ob es Möglichkeiten gibt die Deutsche Telekom finanziell zu entlasten. Die Telekom braucht finanzielle Mittel, um ihren Netzausbau voran zu treiben. Wie es im Handelsblatt heißt, prüft die Telekom keine Ausschüttung von Dividenden an die staatliche Förderbank KfW zu tätigen, sondern stattdessen in Aktien zu investieren.

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17 Prozent der Anteile hält die KfW. Aktionäre können ab Mai 2013 statt einer Bardividende auch Aktien der Telekom erwerben. Falls die Bundesregierung tatsächlich die Sachdividende wählt, würde dies der Telekom 500 Millionen Euro einbringen (bei Dividende von 70 Cent für 2012). Allerdings hatte die Telekom auch eine Senkung der Dividende auf 50 Cent für 2014 und 2015 angekündigt. Dies würde für jedes Jahr 370 Millionen Euro und damit insgesamt 1,25 Milliarden Euro bedeuten. Die Ankündigung die Dividende auf einen halben Euro zu senken, kam bei den Aktionären nicht gut an. Seit zehn Jahren wäre dies der niedrigste Stand seit zehn Jahren.

Eine konkrete Entscheidung ist bislang nicht gefallen. Sie soll aber laut Sprecherin des Finanzministeriums Marianne Kothé im Mai 2013 fallen. Für die Telekom wären finanzielle Entlastungen wichtig. Der Konzern hatte im Dezember angekündigt verstärkt in das Breitbandnetz zu investieren, nachdem das Unternehmen die Jahre zuvor schrumpfte. Für den Ausbau des Breitbandnetzes in Deutschland will die Telekom in 2012 sechs Milliarden Euro investieren. In den USA ist die Modernisierung des Mobilfunknetzes für vier Milliarden Euro geplant.

Telekom-Zentrale

Telekom-Zentrale (Bild: Telekom)

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Julian Mende

Redakteur
Julian ist unser Spezialist in Sachen Kabel-Internet. Er hat nicht nur die Tarife von Kabel Deutschland, Tele Columbus und Unitymedia im Blick, sondern berichtet auch, wenn ein Unternehmen den Glasfaserausbau vorantreibt.
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