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Breitbandausbau in Deutschland wird beschleunigt

Geschrieben am 28.09.2012, 10:44 Uhr von

Bauarbeiten für den Breitbandausbau

Für den Ausbau des Breitband-Backbones müssen Provider in Deutschland hohe Kosten auf sich nehmen. Außerdem ist dieser sehr zeitintensiv, weshalb der Ausbau im Land stark verzögert wird. Zukünftig soll der Ausbau schneller für die Netzbetreiber erfolgen. Dafür will das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sorgen.

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Im Mai wurde das Telekommunikations­gesetz (TKG) bereits erneuert. Dadurch sollen von der Bundesregierung gesetzte Breitbandausbau-Ziele erfüllt werden. Gestärkt wurden aber auch die Verbraucherrechte – etwa beim Anbieterwechsel.

Nun will das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung die daraus entstandenen Verpflichtungen erfüllen. Im Gesetz geregelt ist, dass Provider diverse Infrastrukturen wie Wasserstraßen, Fernstraßen und den Schienenverkehr des Bundes nutzen dürfen – natürlich nur im Rahmen des Glasfaserkabel-Ausbaus. Für die Provider reduzieren sich dadurch Netzausbaukosten. Sie müssen für die Nutzung von Wegen keine Kosten auf sich nehmen.

Beschwerde beim Bundesverkehrsminister

Voraus gegangen war eine Beschwerde der Wirtschaftsverbände BITKOM, ANGA, BREKO, VATM, BUGLAS und VKU. Sie hatten Kontakt mit dem Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer aufgenommen. Daraufhin wurde dieser aktiv und arbeitet daran eine reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten bei Glasfaserausbau-Vorhanden zu garantieren. In Zukunft soll der Ausbau schneller erfolgen können.

Für die Provider bedeutet die Neuerung, dass Glasfaserleitungen schneller verlegt werden können. Gerade in der Nähe von Autobahnen und Schienenwegen sind oft Leerrohre vorhanden. In diese könnten Netzanbieter Glasfaser ziehen ohne erst die teuren und aufwändigen Baggerarbeiten durchführen zu lassen. Außerdem können bereits beim Bau solcher Wege die Kabel der Netzprovider mit einbezogen werden. Einwohner in der Nähe solcher nutzbarer Wege profitieren natürlich vom schnelleren Breitbandausbau.

Bauarbeiten für den Breitbandausbau

Bauarbeiten für den Breitbandausbau (Bild: Flickr.com / Cha già José – CC BY-SA 2.0)

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Timo Zudjak

Chefredakteur
Timo ist Chefredakteur auf DSL-Stadt. Er ist selbst auch Autor und schreibt hier über News zu LTE (Long Term Evolution) und immer wenn es etwas Neues im DSL-Bereich zu berichten gibt. Er ist der Ansprechpartner für alle anderen Redakteure aus dem Team.
Bisherige Reaktionen

Breitbandausbau….wers glaubt.
Das einzige was evtl. ausgebaut wird sind die großen, größten Städte.
Auf den Dörfern und im ländlichen Bereich ist mit DSL2000 die Grenze i.d.R. erreicht.
Das einzige was bei uns, in der Kreisstadt(!!!) Bad Fallingbostel seit Jahren erzählt wird (von Telekom, 1&1, Alice, htp…) „Ihr Wohnort liegt in einem Ausbaugebiet und ist für das übernächste Quartal vorgesehen“ – seit 11 Jahren wird im übernächsten Quartal hier ausgebaut, und absolut nichts und wieder nichts wird getan.

Wir haben die Nase gestrichen voll von den leeren Versprechungen!


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