Allgemein

82 Prozent aller deutschen Haushalte nutzen einen schnellen Internetanschluss (DSL, VDSL, Kabel, Satellit oder UMTS)

Geschrieben am 28.12.2012, 15:40 Uhr von

Breitbandanschlüsse: EU-Ländervergleich

82 Prozent aller Haushalte nutzen heute einen Breitbandanschluss. Vor einem Jahr waren es noch 78 Prozent. Deutschland ist demnach in der Spitzengruppe der EU, was den Breitbandausbau angeht – so der Branchenverband BITKOM. BITKOM beruft sich dabei auf Daten von Eurostat (Statistische Amt der Europäischen Union).

Drucken


Eurostat führt jedes Jahr Statistiken zur Breitbandentwicklung durch. Dabei untersucht das Amt die genutzten Internetverbindungen (ADSL, VDSL, DSL, Satellit, Kabel und UMTS). Hierfür werden 200.000 Personen stichprobeweise befragt. Wie die Statistiken zeigen, haben in Deutschland mittlerweile 99 Prozent aller Haushalte einen Internetanschluss mit mindestens 1 Mbit/s. Nach Schweden, Dänemark, den Niederlanden, Großbritannien und Finnland liegt Deutschland im Ländervergleich der EU an sechster Position.

100 Milliarden Euro in Breitbandausbau geflossen

Laut BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf führte der Wettbewerb im Telekommunikationsmarkt zu sinkenden Preisen und steigenden Surfgeschwindigkeiten. Vor 15 Jahren fand die Liberalisierung am Telekommunikationsmarkt statt. Damals waren Inlandsgespräche deutlich teurer. Heute müssen Kunden nur noch 3 Prozent vom damaligen Preis zahlen. Auslandsgespräche kosten sogar nur noch ein Prozent des Preises vor der Liberalisierung. Neben den Veränderungen bei der Telefonie haben die Netzanbieter auch über 100 Milliarden Euro in das Breitbandnetz investiert. Die Bundesnetzagentur spricht von Investitionen in Höhe von 93 Milliarden Euro zwischen 1998 und 2010.

Telefoniekosten stark gesunken

1997 hat ein Inlandsgespräch am Tag 31 Cent gekostet. Heute zahlen Kunden unter 1 Cent dafür – teilweise sind diese Gespräche sogar in den Grundgebühren enthalten. Noch gravierender ist die Entwicklung bei Auslandsgesprächen. Für Call-by-Call-Anrufe mussten für ein Telefonat in die USA 74 Cent gezahlt werden. Heute sind es ebenfalls weniger als ein Cent pro Minute. Kunden profitieren von dem Wettbewerb am meisten. Die Netzanbieter haben dafür sinkende Einnahmen. Laut EITO soll der Umsatz mit Festnetztelefonie von 2011 auf 2012 um 7 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro gesunken sein.

[Quelle: Bitkom]

Breitbandanschlüsse: EU-Ländervergleich

Breitbandanschlüsse: EU-Ländervergleich (Quelle: Bitkom/Eurostat)

Drucken


The following two tabs change content below.

Konstantin Matern

Geschäftsführung & Leitung
Konstantin machte bereits 2003 bis 2007 seine Ausbildung bei der Deutschen Telekom AG. Heute betreibt er verschiedene Portale im Bereich der Telekommunikation. Auf DSL-Stadt.de schreibt er über verschiedene Themen und setzt sich für den Breitbandausbau (auch auf dem Land) ein.
Kommentar schreiben

Dein Kommentar