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5G Internet: NTT DoCoMo mit erfolgreichem 10 Gbit-Feldversuch

Geschrieben am 04.03.2013, 08:11 Uhr von

NTT DoCoMo

Zusammen mit dem Tokyo Institute of Technology hat der japanische Mobilfunker NTT DoCoMo die Datenübertragung mit 10 Gbit/s getestet. Damit hat das Unternehmen gezeigt wie schnell das 5G-Netz sein könnte. Bereits im Dezember wurde der Test in Ishigaki durchgeführt.

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Getestet wurde im 11 GHz-Frequenzband mit einer Bandbreite von 400 MHz. Für den Feldversuch setzte DoCoMo 25 Antennen ein. Damit zeigt das Unternehmen warum Mobilfunkunternehmen um die ungenutzten und aktuell belegten Frequenzspektren bulen. Denn mit dem 5G-Netz könnte man sogar Gigabit-LAN-Netzwerke abhängen. Nach den Feldversuchen im Dezember ist der japanische Konzern NTT DoCoMo positiv gestimmt. Das nächste Ziel wäre die hohen Datenübertragungsraten von 5G auch in anderen Frequenzbändern hinzubekommen. Denn die im Praxis-Test genutzten Frequenzbänder haben eine geringere Reichweite als beim klassischen 5 GHz Spektrum. Bei indirektem Kontakt ergeben sich daher Probleme – etwa in Räumen.

Hinter der 5G-Technologie steckt eine komplizierte Technik. Sie funktioniert nach der MMO-Technologie (Multiple Input Multiple Output). Dabei werden im Vergleich zur SISO (Single Input Single Output) mehrere Datenstreams mehrere Datenstreams parallel bearbeitet. Erreicht wird dadurch ein breiteres Datenvolumen.

EU fördert 5G mit 50 Millionen Euro

Es fließt eine Menge Geld in die Forschung und Entwicklung des fünftigen Mobilfunkstandards. Zuletzt hat die EU-Kommission mit 50 Millionen Euro gefördert. Seit 2007 sind bereits nach eigenen Angaben 700 Millionen Euro gefördert worden – rund die Hälfte ging in die Forschung von 4G. Mit der erneuten 50-Millionen-Förderung soll Europa die verlorene Führungsrolle im Mobilfunksegment zurück erobern. Wie wichtig die Investition in das Mobilfunknetz ist, zeigen Voraussichten der EU-Kommission. Sie geht davon aus, dass bis 2020 der mobile Datenverkehr seit 2010 auf das 33-fache steigen wird. Kommissions-Vizepräsidentin Neelie Kroes kritisierte in diesem Zusammenhang, dass das LTE-Netz in 17 von 27 EU-Ländern noch gar nicht ausgebaut sei. Das liege an unterschiedlichen Standards.

[Flickr.com / Junpei Abe]

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Konstantin Matern

Geschäftsführung & Leitung
Konstantin machte bereits 2003 bis 2007 seine Ausbildung bei der Deutschen Telekom AG. Heute betreibt er verschiedene Portale im Bereich der Telekommunikation. Auf DSL-Stadt.de schreibt er über verschiedene Themen und setzt sich für den Breitbandausbau (auch auf dem Land) ein.
tag_blue Schlagwörter: 5G, EU, EU-Kommission, LTE
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