Der lang ersehnte Ausbau des Breitbandinternets im Ostrachtal kann nun endlich beginnen. Bürgermeister Christoph Schulz übergab zu diesem Zweck am 1. September insgesamt 223 Nutzerverträge an Vertreter der Neckarcom, eine Tochtergesellschaft des Energieversorgers EnBW.
Neckarcom gibt sich flexibel
Ursprünglich hatte die Neckarcom (www.neckarcom.de) von der Gemeinde Ostrach mindestens 300 Nutzerverträge gefordert. Geschäftsführer Jürgen Herrmann zeigte aber Verständnis: “Vom ‘will haben’ bis zur Vertragsunterschrift ist es ein langer Weg”. Der Ort sei dennoch ein “Mosaikstein im jetzt marktfähigen ländlichen Raum”, so die “Franz & Regine Frauenhoffer”-Stiftung, die bei dem Vorhaben zwischen dem Konzern und den Gemeindevertretern vermittelt hatte.
Wenn es die Wetterbedingungen zulassen, soll der Ausbau des DSL-Netzes in den Teilgemeinden Magenbuch, Jettkofen, Wangen und Weithart schon Ende des Jahres abgeschlossen sein. Zu diesem Zweck müssen nun noch mehrere Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden, was aus technischen Gründen jedoch nur bei Temperaturen von über 4 °C möglich ist. Im Hauptort Ostrach selbst fanden sich leider nicht genügend Interessenten für das Projekt, sodass der Ausbau hier erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.
Breitbandinternet statt Datenschleichweg
Für die Bewohner der Ostracher Teilorte bedeutet der bevorstehende Netzausbau den lang erhofften Anschluss an die weltweite Datenautobahn. War man hier bisher auf die langsame und veraltete ISDN-Technologie angewiesen, so werden mit dem kommenden Breitbandinternet bis zu 100 Mal schnellere Verbindungen möglich sein. Zudem ist der Internetzugang per DSL-Flatrate schon heute oft billiger als das lästige Einwählen per Call-by-Call.
Wer bietet schnelles Internet an? Internetanbieter in Ostrach
[Bildquelle: Google Maps]

….es war nicht die NeckarCom-Stiftung, sondern die Franz & Regine Frauenhoffer aus Ostrach…